Warum das Aufräumen für Kinder nicht nötig ist

Jetzt wird aufgeräumt - Foto  (c) blickpixel / pixabay.com

Jetzt wird aufgeräumt – Foto (c) blickpixel / pixabay.com

Wir sind von Natur aus Sammler. Der eine weniger, der andere mehr. Wir gehören familientechnisch gesehen zur letzten Gattung. Nicht eine ganz so günstige Kombination. Denn der Platz im Kinderzimmer ist beschränkt und es wird sich über den gesamten Wohnraum ausgedehnt. Doch immer wieder liest man, dass es gut sei, einen eigenen Raum nur für sich zu haben. Zur eignen Entfaltung.  Doch wie kann das gelingen?

Kinder lieben ihr Chaos.  Sie finden sich dort schnell zurecht. Als Eltern sollten wir uns ein dickes Fell zulegen und nicht sofort an die Decke gehen, wenn wir bei der Unordnung nichts mehr finden. Müssen wir auch nicht. Ab einem bestimmten Alter sind die Kleinen dafür verantwortlich, was sie dort machen. Wenn sie meinen, dass sie in einem bodenbedeckten Kinderzimmer alles wiederfinden, ist das so. Einfach mal durchschnaufen, am besten einen Kaffee oder Tee machen, sich mit einem guten Buch in eine Ecke verziehen, die noch nicht von Spielzeug belagert ist, Ohropax in den Gehörgang schieben oder die Lieblingsmusik per Kopfhörer auf die Ohren und alles andere ausblenden.

Alles nur eine Phase

Wie ich den Satz „Das ist nur eine Phase“ hasse und ihn dann doch selbst immer wieder auf den Lippen habe. Es ist wirklich so, auch die Phase geht vorbei. Bei uns hat der Nachwuchs in unregelmäßiger Regelmäßigkeit auch genug von der Unordnung und beginnt aufzuräumen. Es wird ausgemistet und sortiert. Daher plädiere ich für Schränke und Stauraum in Kinderzimmer mit geschlossenen Flächen, möglichst wenig offene Regale. Denn beim Sammler verbleibt dort alles. Der Boden ist aufgeräumt, aber es türmen sich die unterschiedlichsten Gegenstände auf allen ebenen Flächen. Schaut man sie sich zu lange an, fallen sie herunter. Nein, das geht nicht. Daher in einen geräumigen Schrank oder Sidebord räumen, in eine Kiste, Deckel drauf, Affe tot. So herrscht dann schnell Ordnung.

Zu viel Sortiererei kann den Nachwuchs schnell frustrieren. Fotos auf Spielzeugkisten können helfen, was hineingehört. Hier muss dann nicht von A-Z alles durchorganisiert sein: eine Kiste für die Kuscheltiere, eine für Brettspiele, eine für LEGO, die andere für die Holzeisenbahn. So klappt es Schritt für Schritt mit der Ordnung. Nach und nach leeren sich die Zimmer und auch das Wohnzimmer ist irgendwann spielzeugfrei. Es braucht alles seine Zeit.

Welchen Tipp hast du, damit der Nachwuchs das Aufräumen liebt? Schreib es mir in das Kommentarfeld unter diesen Beitrag. In der Zwischenzeit gehe ich meinen Schreibtisch aufräumen. Der hat es auch mal wieder nötig.

 

Foto: (c) blickpixel / pixabay.com

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www.zwillingswelten.de

Sven startete 1998 mit einer Seite rund um Bücher ins Internetzeitalter. Seit der Geburt seiner Zwillinge interessiert er sich für Einrichtungsideen rund um das Wohnen für Familien. Neben dem Lesen skandinavischer und englischer Krimis ist er auf der Suche nach interessanten Rezepten und technischen Neuigkeiten, sowie kindgerechten Apps.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    ich hab Anfangs versucht, meinem Kleinen Ordnung beizubringen. Aber mittlerweile? Neeeeee, der beherrscht das Chaos tatsächlich. Und spätestens wenn seine Kindergarten-Freundin vorbeikommen möchte, fängt der junge Herr an sein Zimmer auf hochglanz zu polieren. Er weiss jetzt schon wie es läuft mit den Mädels 😀

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