Achtung Helikopter-Eltern und einfach schei*** geparkt

Sie sind überall. Sie umkreisen Kitas, Kindergärten und auch Grundschulen. Die Rede ist von Helikoptereltern. Hab ich nur das Gefühl oder werden das wirklich immer mehr. Was mich verwundert, der Wechsel vom Kindergarten zur Grundschule war wirklich “krass”. Kaum noch ein Kind, dass mit dem Fahrrad kommt. Morgens sind wir die einzigen an den eh wenigen Fahrradständern. Mittags bzw. nachmittags sieht man noch vereinzelt ein paar Roller. Das war’s. Im Kindergarten waren noch Laufrad und erste Fahrräder zu sehen. Was ist passiert?

Der Weg zur Grundschule kann es nicht sein. Die Schule unserer Jungs liegt fast beim ehemaligen Kindergarten. Viele ehemalige Kindergartenkinder gehen nun in ebendiese Grundschule. Aber wo sind sie? Wie kommen sie dahin? Vielleicht so wie in diesem Video?

Ich muss da mal aufpassen. Über den sicheren Weg zur Grundschule hatte ich in meinem Zwillingsblog schon geschrieben. Und vor gut einer Woche erschien ein neuer Beitrag hier bei Zeit online. Und heute Mittag war es wirklich extrem. Alle vier Grundschulklassen hatten frühes Schulende. Kein Durchkommen. Durch eine Baustelle in der Innenstadt, die einen Stadtring bis ungefähr Weihnachten noch durchtrennt und abschneidet, puhlt sich der Hauptverkehr über eine andere Brücke. Das ist eh schon eine Belastung. Und nun noch die, die selbst bei schönstem Wetter die Kinder mit dem Auto holen.

Nein, ich habe nichts gegen das Bringen von Kindern mit dem Auto. Manches Mal ist es wirklich die Entfernung, der Zustand des Rad- oder Gehwegs, wenn denn einer vorhanden ist, aber es sind auch viele dabei, die nur um die Ecke wohnen. Einen mehr oder weniger möglichen Parkplatz suchen, Kind einladen, sich in den Stau einfädeln, nach Hause durchkämpfen, Kind ausladen. In der Zeit bin ich zweimal mit dem Nachwuchs zu Hause. Mit oder ohne Rad. Für alle, die die Kinder mal zur Schule gehen lassen möchten, finden unter http://www.zufusszurschule.de/ eine Anlaufstelle.

Was mir aber wirklich stinkt, ist es, wenn man ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer – und hier meine ich die kleinen Grundschulkinder – sich mit dem Auto so hinstellt, dass man Zufahrtswege und Radwege blockiert, so dass niemand mehr weiterkommt. Der Nachwuchs muss warten oder sich auf die Straße an dem Fahrzeug vorbeimogeln. Doch das ist ja gerade der gefährliche Punkt. In Herne wurden jetzt “Parkzonen” eingerichtet – vor den Grundschulen in manchen Städten ist absolutes Halteverbot, so dass die Kinder immerhin mal ein paar Meter gehen müssen.

Auf die Gefahr hin, dass ich geteert und gefedert werden habe ich diese bestellt:

Ein selbst zurückgelegter Schulweg kann ein Schritt Richtung Selbstständigkeit sein. Wird überall heraufbeschworen, wenn es aber um die Umsetzung geht, sieht es meistens nicht so gut aus. Womöglich stehe ich aber mit meiner Meinung alleine da?! Ich freue mich über deine Meinung dazu.

Veröffentlicht von

www.zwillingswelten.de

Sven startete 1998 mit einer Seite rund um Bücher ins Internetzeitalter. Seit der Geburt seiner Zwillinge interessiert er sich für Einrichtungsideen rund um das Wohnen für Familien. Neben dem Lesen skandinavischer und englischer Krimis ist er auf der Suche nach interessanten Rezepten und technischen Neuigkeiten, sowie kindgerechten Apps.

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